THE ANOIKIS
FIELD MANUAL

VOLUME I · Pathfinder / Begleittexte

Vorwort

Nach einem Transit durch ein Wormhole gibt es eine besondere Art von Stille. Das Schiff steht still. Die Verbindung schwebt dicht hinter ihm. Die Benutzeroberfläche wirkt vertraut genug, um den Piloten dazu zu verleiten, das Bild zu vervollständigen, bevor das System die Fakten geliefert hat.

In dieser Stille begann dieses Buch.

Anoikis fehlt es nicht an Anleitungen. Piloten haben ausgezeichnete Guides geschrieben, bemerkenswerte Tools gebaut und hart erarbeitete Gewohnheiten von einer Generation von Entdeckern an die nächste weitergegeben. Ein neuer Pathfinder kann lernen, welche Probes er mitnehmen, wie er ein Bookmark benennen und welches Fenster er beobachten soll. All dieses Wissen ist wichtig.

Schwieriger weiterzugeben ist der Augenblick zwischen Sehen und Handeln. In ihm wirkt eine leere Anzeige beruhigend, eine alte Route vertraut oder ein sauberer Scan vollständig. An der Beobachtung muss nichts falsch sein. Die Gefahr beginnt, wenn sie mehr aussagen soll, als sie kann.

Ich wollte ein Buch für diesen Augenblick.

Keine weitere Liste von Befehlen und keinen Katalog, den man vor dem Abdocken auswendig lernen muss. Ich wollte einen Begleiter für das Urteilsvermögen. Er sollte zeigen, weshalb ein Bookmark noch wichtig ist, wenn seine Bezeichnung längst offensichtlich scheint. Er sollte erklären, weshalb das Alter zu einem Bericht gehört und weshalb ein Weg nach Home nie nur eine Linie auf einer Karte ist.

Pathfinder beginnt deshalb langsam. Das Buch verweilt zunächst beim Blick von der Schwelle, bevor es den Leser auffordert, weiterzugehen. Spätere Bände werden tiefer reichende Operationen, schwerere Verpflichtungen und Entscheidungen behandeln, die von mehr Piloten gemeinsam getragen werden. Dieser erste Band bleibt bei den Grundlagen, weil jede fortgeschrittene Methode letztlich auf ihnen ruht.

Die folgenden Seiten werden Anoikis nicht berechenbar machen. Sie sollen es lesbarer machen. Sie sollen einem Piloten helfen zu bemerken, wann Wissen zu Erinnerung geworden ist, wann Stille mit Sicherheit verwechselt wird und wann ein Plan von etwas abhängt, das nie tatsächlich festgestellt wurde.

Wenn dieses Buch sein Ziel erreicht, wird der Leser es nicht mit einer vollkommenen Antwort für jedes System beenden. Er wird es mit besseren Fragen und einem ruhigeren Gespür dafür beenden, welche Schlüsse die verfügbaren Informationen tragen. Dazu kommt die Gewohnheit, noch einmal hinzusehen, bevor Gewissheit an die Stelle der Beobachtung tritt.

Routen verschwinden. Das Urteilsvermögen muss ohne sie weiterreisen.

Irdyna Ferydo